Pädagogische Grundideen
Das Kind als Individuum
Einer unserer wichtigsten pädagogischen Grundsätze ist, das Kind als ein Individuum zu sehen, das sich in mehreren unterschiedlichen sozialen Räumen, wie dem Elternhaus, dem Kinderladen, den Freunden, etc., bewegt. Das Sein und Handeln eines Kindes besteht aus einem großen Ganzen. Wir versuchen dieses große Ganze zu erkennen und sehen das Kind als einmalig, besonders und mit seinen individuellen Bedürfnissen, die wir wertzuschätzen wissen. Die Kinder sind der Mittelpunkt unseres pädagogischen Handelns und erfordern unsere volle Aufmerksamkeit und Zuwendung.
Die wichtigsten Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit sind das Spiel, die Kreativität bzw. der künstlerische Ausdruck und die regelmäßigen Ausflüge in den Park, den Wald, an den Strand und an nahegelegene Orte im Viertel. Unsere grundsätzlichen Bildungsziele sind die Förderung der Sprachentwicklung, der emotionalen Intelligenz, der Psychomotorik, des künstlerischen Ausdrucks und der kognitven Entwicklung.
Die Gruppen bei BCN-Kinder
Unsere drei Altersgruppen unterscheiden sich im wesentlichen durch folgende Punkte:
- Die Babygruppen mit Kindern im Alter von 1 bis 2 Jahren arbeitet im Wesentlichen in der emotioanlen Entwicklung, wie die Gestaltung der ersten Trennung des Kindes von seinen Eltern und dem Ziel des Aufbaus einer stabilen Bindung zu den Erziehern. Die Kindern lernen unabhängig von ihren Eltern zu spielen, explorieren und sich ersten Konflikten zu stellen und ihre Vorlieben und Ängste kennen. Auch liegt der Schwerpunkt auf der grobmotorischen Förderung, wie dem Laufen lernen und dem Erlangen des Gleichgewicht in der Fortbewegung. In den beiden Gruppen mit Kindern im Alter von 1,5 bis 3 Jahren geht es grundsätzlich um die Förderung der Sprachentwicklung. Die Kinder lernen ihre Ängste, Vorlieben und individuellen Bedürfnisse zu kommunzieren und treten somit in den bewussten sozialen Kontakt zu ihren Erziehern und den anderen Kindern. Sie lernen Regeln im sozialen Zusammenleben und ihre eigenen Grenzen, sowie auch die der anderen Kinder kennen. Neben der grobmotorischen Förderung liegt der Schwerpunkt auf der Feinmotorik. Die Kinder lernen Besteck, Stifte und Pinsel zu benutzen. Dies alles trägt zu ihrer Entwicklung zur Selbständigkeit bei. Durch das Kennenlernen ihrer Bedürfnisse und Grenzen, sowie auch ihres Körpers und die Begegnung mit anderen Kindern erleben und entwickeln die Kinder mit zunehmendem Alter ihre Identität.
- In der Gruppe mit Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren geht es vorrangig um die sozial &emdash; emotionale, sowie auch die kognitive Entwicklung. Die Kinder erlernen Regeln im sozialen Umgang mit anderen Kindern, wie auch Erwachsenen und lernen sich einander zuzuhören. Sie werden emotional gestärkt, in dem ihre individuellen Fähigkeiten erkannt und gefördert werden und sie ihre eigenen Stärken und Schwächen auszugleichen lernen. Es werde die feinmotorischen Fähigkeiten gefordert und gefördert, sowie der erste Umgang mit Zahlen und Buchstaben beigebracht, um die Kinder nach ihrem Tempo auf den Schuleintritt vorzubereiten. Sie Selbständigkeit spielt eine wichtige Rolle und wird gefördert, in dem die Kinder kleine Aufgaben für die Gestaltung ihres Tagesablaufes übernehmen.
Das Bild vom Kind
Die Kinder sind das Zentrum unserer pädagogichen Arbeit. Jedes von ihnen ist einzigartig und hat individuelle Bedürfnisse und Kapazitäten, die wir respektieren. Es wird von uns in seinen Problemen, Bedürfnissen und Wünschen stets ernstgenommen. Um dies dem Kind zu übermitteln, begeben wir uns stets auf dessen Höhe, wenn wir mit ihm reden. Kinder haben den gleichen Wert und die gleichen Rechte wie wir Erwachsen.
Das Kind bewegt sich in verschiedenen sozialen Umgebungen, weshalb es stets im Zusammenhang mit seiner Familie, dem Kinderladen und den Menschen außerhalb des Kinderladens gesehen und verstanden werden muss. Wir versuchen uns in die Situation des Kindes zu versetzen, um es in seinem Handeln zu verstehen.
Sozial-emotionale Entwicklung
Eine unserer Prioritäten ist die emotionale Entwicklung des Kindes. Das Kind lernt seinen eigenen Körper mit all seinen Bedürfnissen, Ängsten, und Vorlieben kennen. Nur dadurch kann es Selbstvertrauen erlangen und sich für soziale Beziehungen mit anderen Kindern und Erwachsenen öffnen. Diesen Prozess unterstützen wir mit Hilfe von motorischen Übungen, wie zum Beispiel Bewegungslandschaften, in denen sich das Kind mit Höhe, Gleichgewicht und Hindernissen konfrontiert. Dabei wird es vor allem durch unsere Zuwendung und die emotionale Sicherheit, die wir ihm geben unterstützt. Außerdem fördern wir die sozialen Beziehungen zu älteren und jüngeren Kindern, so dass wir einen Raum schaffen, in dem die Kinder das Spielen erforschen, lernen aufeinander Rücksicht zu nehmen, sich zu unterstützen und Freundschaften zuschließen. Für uns ist es wichtig, dass wir dem Kind stets Seite zur stehen, wenn es in Konflikte gerät, Angst erlebt oder unsicher in seinem Handeln ist. Dass wir ihm Sicherheit geben lediglich durch unser Dasein und das Verbalisieren von Situationen, in denen es sich befindet und Möglichkeiten aufzeigen Konflikte zu lösen.
Musikalische Förderung
Auch die Musik gehört zu einer unserer pädagogischen Grundsätze. Sie begleitet die Kinder jeden Tag, denn wir glauben an die musikalische Unterstützung in sämtlichen Entwicklungsbereichen. Durch Musik erlernen die Kinder spielerisch Sprachen, Bewegungen, Rhythmus und kognitive Dinge, wie Zahlen, Farben. Zu alledem bereitet es den Kindern Spaß, zu singen, zu tanzen und selbst zu musizieren.
Künstlerischer Ausdruck
Die Kreativität und den künstlerischen Ausdruck fördern wir, in dem wir den Kindern zahlreiche verschiedene Materialien zur Verfügung stellen und die Räume entsprechend gestalten bzw. von den Kindern gestalten lassen. Wir unterstützen sie in der Entwicklung ihrer Kreativität und animieren sie zum Ausprobieren neuer Materialien, Formen und Farben.
Das Freispiel
Das Freispiel nimmt in unserer Pädagogik einen großen Raum ein, da es uns Erziehern sehr viel Möglichkeiten zur Beobachtung einzelner Kinder, ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten, des sozialen Verhaltens und der Gruppenstrukturen gibt. Für die Kinder ist das Freispiel ein sehr wichtiger Moment, da sie dabei Lernen sich selbst zu beschäftigen, selbständig Regeln im Spiel festzulegen und sich ihre Spielpartner selbst auszusuchen bzw. auszuhalten, wenn sie auch mal alleine Spielen müssen.